Sofagespräch im „Grünen Laden“: Brand in der Gohrischheide – Lehren für den Katastrophenschutz und klimaresiliente Feuerwehren
Meißen, 13. März 2026 – Am Dienstag, 24. März 2026, lädt der Kreisverband Meißen von Bündnis 90/Die Grünen zu einem öffentlichen Sofagespräch in den „Grünen Laden“ (Leipziger Straße 1) ein. Im Mittelpunkt steht der Großbrand in der Gohrischheide im Sommer 2025 – eine Bestandsaufnahme der Einsatzkräfte, strukturelle Herausforderungen und Lösungsansätze vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen. Als Gesprächspartner werden Wolfram Günther, MdL (Bündnis 90/Die Grünen), Thomas Fischer, Kreisbrandmeister des Landkreises Meißen, und Marco Bretschneider, Hauptbrandmeister und stellvertretender Gemeindewehrleiter Zeithain, erwartet. Die Moderation übernimmt Frank Buchholz, Sprecher des Kreisverbands.
Der Abend gliedert sich in drei Themenblöcke: Zunächst geben Fischer und Bretschneider in einem Impulsvortrag einen Überblick über das Brandgeschehen und die Löscharbeiten. Im Anschluss diskutieren die Teilnehmer konkrete Nachfragen zur Ausstattung der Feuerwehren, der Munitionsbelastung des Gebiets sowie Optimierungspotenziale in der Einsatzkoordination. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle des Klimawandels, der die Häufigkeit und Intensität von Waldbränden erhöht. Abschließend werden die Haushaltsplanungen des Freistaats für die Brandbekämpfung sowie die Rückerstattung von Verdienstausfällen thematisiert.
Besonders brisant ist die Munitionsbelastung der Gohrischheide, die die Löscharbeiten 2025 erheblich erschwerte. Wie Bretschneider betont, mussten Einsatzkräfte unter Abwägung der Risiken bis auf 300 Meter an den Brandherd heranrücken – deutlich näher als die vom sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst empfohlenen 1.000 Meter. Eine vollständige Entmunitionierung des Gebiets wäre zwar wünschenswert, ist jedoch mit hohen Kosten verbunden und bietet keine absolute Sicherheit, wie Experten im Innenausschuss des Sächsischen Landtages im Januar 2026 feststellten.
Frank Buchholz, Sprecher des Kreisverbands, erklärt: „Der Brand in der Gohrischheide hat gezeigt, wie komplex die Herausforderungen für unsere Feuerwehren geworden sind. Klimawandel, Munitionsaltlasten und knappe Ressourcen erfordern eine gemeinsame Strategie von Land, Bund und Kommunen. Dieses Gespräch soll nicht nur Bilanz ziehen, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln – für mehr Sicherheit und Resilienz in unserer Region.“
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr und richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren sowie politische Entscheidungsträger. Der Eintritt ist frei.