Nossener Stadtrat wird Grün

Der Frühling ist da und überall sprießt das Grün. Auch im Nossener Stadtrat! Seit Anfang des Jahres ist mit Jörg Fritzsch wieder ein Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat vertreten und er hat sich viel vorgenommen: „Mich interessieren viele Themen: von innovativen Verkehrssystemen bis zur Unterstützung von Kindern und Familien. Und warum nicht aus Nossen eine energieautarke Stadt mit eigenem grünem Strom machen?“ Erfahrung und Kompetenz bringt Jörg Fritsch reichlich mit.

Der 1984 geborene und in Nossen aufgewachsene Familienvater einer kleinen Tochter hat schon vielfältige Stationen in seinem Leben absolviert: nach seiner Lehre zum Vermessungstechniker in Tschopau arbeitete er erst in Dresden und später 5 Jahre in Österreich als Vermessungstechniker. Später studierte er in Dresden Chemieingenieurwesen und setzte noch einen Master in Energieverfahrenstechnik in Freiberg oben drauf. 2017 kehrte zurück in seine Heimat Nossen und arbeitet nun im Wasserzweckverband in Hainichen als Projektingenieur.

Neben Job und Familie bleibt eigentlich wenig Zeit für politisches Engagement. Trotzdem ließ sich Jörg Fritzsch 2019 über die UBN für den Stadtrauf aufstellen: „Alle sagen ja immer, mit Politik kann man nichts verändern. Ich habe gedacht – nicht meckern, sondern was machen.“ Damals hat er den
Einzug knapp verpasst – bis dann kurz vor Weihnachten 2021 der Anruf kam, dass er als Nachrücker ab 2022 dabei ist.

Seitdem mischt er als einziger Grüner im Stadtrat mit und stellt sich vielen kleinen und großen Herausforderungen: „Dass es so hart ist, habe ich nicht gedacht. Aktuell kämpfe ich vor allem für mehr Transparenz, damit die Bürgerinnen und Bürger die Entscheidungen des Stadtrats besser
nachvollziehen können und wissen, wo und wie sie sich einbringen können. Und dann gibt es viele Stellen, an denen wir wesentlich umweltfreundlicher werden könnten. Dass zu jeder Sitzung erst einmal 25 Seiten Papier an alle Mitglieder des Stadtrats per Post geschickt werden, muss doch nicht sein.“

Warum er weiter dran bleibt und seit über einem Jahr auch bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv ist? Das erklärt der Mitgründer des Nossener Ortsverbands ganz einfach: „Damit meine kleine Tochter in der Zukunft auch noch einen schönen Planeten hat.“